Das komplexe Erbe Rudolf Augsteins, des Gründers des Spiegels, steht im Mittelpunkt, wenn die ehemaligen Journalisten Martin Doerry und Hauke Janssen die erste quellenbasierte Biografie präsentieren. Anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Magazins fördert dieser Abend neues Archivmaterial zutage und zeichnet ein lebendiges Bild eines liberalen Journalisten, der unermüdlich die Pressefreiheit gegen die Adenauer-Ära und Korruption verteidigte. Doch jenseits der öffentlichen Figur erforschen Doerry und Janssen auch Augsteins zerrissenes Dasein – sein Kriegstrauma, seinen starken Ehrgeiz und seine tiefe Suche nach nationaler Identität – und versprechen einen wirklich fesselnden Blick auf eine deutsche Ikone.