Oct 24 Saturday 19.00 Live KONZERT Die Felder glühen im letzten Licht, ein trockener Wind wirbelt Staub über den Asphalt. Dort, wo die Stadt aufhört und die Leere beginnt, steht Lener im offenen Scheunentor. Die Fender Strat hängt tief, die Jacke zu groß, die Augen scharf. Eine Gestalt wie ein Echo aus einer anderen Zeit – oder einer, die noch nicht ganz existiert. Aufgewachsen auf einem abgelegenen Hof am Ende der Stadt Freising, zwischen Waldrand und horizontaler Brache. Viele Jahre dröhnten ihre verzerrten Gitarren in der leeren Scheune, durch den alten Bretterverschlag in die Einöde. Nachts zirpte und heulte der anliegende Wald. Auf Suche nach Hexen und Gespenstern schlich Lener mit ihren Drillingsschwestern durch die Bäume, später auf der Pirsch nach magischem Material für ihre ersten Songs. Heute streift die 26-jährige mit Sketchbook durch den Wald der Stadt, den verwunschenen urbanen Orten zwischen Hauptbahnhof und Schwabing. Mit ihren 1,75m ist sie wie geboren für Observationen, schon früh zog es sie in die Zwischenräume – dorthin, wo Worte fließen, Linien verschwimmen und Musik alles zusammenhält.