Aristidou, Wiegers und das MKO 2. Abokonzert 12.11.2026, 20 Uhr Prinzregententheater HEIMAT IN DER FREMDE – FREMDE IN DER HEIMAT. Im Schaffen von Claude Vivier und Chaya Czernowin ist diese Dialektik existenziell. Als Waisenkind unbekannter Eltern, Homosexueller und Frankokanadier sieht sich Vivier mehrfach ausgegrenzt
Kobekina, Lazarova und das MKO
Image: Münchener Kammerorchester

Kobekina, Lazarova und das MKO

Donnerstag, 10. Dezember 202620:00
Münchener KammerorchesterMaxvorstadt, Munich
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Aristidou, Wiegers und das MKO 2. Abokonzert 12.11.2026, 20 Uhr Prinzregententheater HEIMAT IN DER FREMDE – FREMDE IN DER HEIMAT. Im Schaffen von Claude Vivier und Chaya Czernowin ist diese Dialektik existenziell. Als Waisenkind unbekannter Eltern, Homosexueller und Frankokanadier sieht sich Vivier mehrfach ausgegrenzt. Die lebenslange Suche nach seiner leiblichen Mutter führt ihn nach Paris, wo er im März 1983 von einem Prostituierten ermordet wird. Drei Jahre zuvor gedenkt er mit ›Lonely Child‹ seiner selbst. Um Herkunft und Identität, die Holocaust-Erfahrungen ihrer Eltern und die politischen Konflikte in ihrer Heimat Israel kreist das Schaffen Czernowins. In ›Birds‹ von 1984 stehen Vögel für die Sehnsucht, geteilte Himmel zu überwinden. Ein Schwellenwerk ist die im März 1889 uraufgeführte ›Petite Suite‹ von Claude Debussy. Sie fußt zwar noch auf französischer Romantik, ahnt aber gleichzeitig die Zukunft voraus. Auf der Pariser Weltausstellung 1889 wird Debussy wenig später die Gamelan-Musik aus Java kennenlernen. Mit ihr kreiert er seinen Impressionismus: eine klanglich neue französische Heimat und Identität.

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